Die Quellen dieser Definitionen und Begriffe sind das Bundesamt für Umwelt (BAFU) Schweiz sowie das Umweltbundesamt Deutschland. Insbesondere die Begriffe biologisch abbaubar und kompostierbar werden teils als Synonym behandelt. Nachstehend finden Sie den Versuch, die Begriffe etwas klarer darzustellen.
Man nennt jene organischen Materialien biologisch abbaubar, die von natürlichen Mikroorganismen in einfachere Stoffe gespalten werden können, bis hin zu Wasser, Methan und Kohlenwasserstoff. Es handelt sich somit um einen natürlichen Kreislauf.
Die beschriebene Kette kann auch in industriellen Prozessen ablaufen und zum kontrollierten Abbau von organischem Abfall genutzt werden. Alles, was einen vollständig natürlichen Ursprung hat, vom Holz zum Papier, vom Gewebe zum Leder, ist biologisch abbaubar. Die Zeiten für die Abbaubarkeit variieren jedoch stark. Gemäß der EU-Norm kann eine Verpackung allerdings nur «biologisch abbaubar» genannt werden, wenn der Abbau zu 90 Prozent innerhalb von sechs Monaten stattfindet.
Es werden jene organischen Stoffe als kompostierbar bezeichnet, die im Rahmen des Prozesses der Kompostierung in Kompost verwandelt werden. Kompost ist also nichts anderes als das Ergebnis eines entsprechend bereinigten und stabilisierten biologischen Abbaus von organischem Abfall. Der Kompost ist reich an nützlichen Nährstoffen. In der Landwirtschaft wird er als natürlicher Dünger verwendet. „Kompostierbar“ ist ein Produkt laut EU-Norm dann, wenn es sich innerhalb von drei Monaten biologisch abbaut.
Diese werden teilweise Biokunststoffe genannt – sind Materialien, die durch natürlich auftretende Mikroorganismen vollständig abgebaut und in Wasser, Kohlenstoffdioxid und Biomasse umgewandelt werden. Gemäss Definition spielt es dabei keine Rolle, ob erneuerbare oder nicht erneuerbare, also fossile Ressourcen zur Herstellung verwendet werden. Jedoch dominieren bei der Herstellung Zellulose- und Faserprodukte auf der Basis von Zuckerrohr- und Palmblättern sowie Produkte auf der Basis von Stärkepflanzen.
Diese sind ein Synonym für BAW
Aus erneuerbaren Ressourcen» oder “bio-basiert” Diese Kunststoffe sind nicht zwingend biologisch abbaubar, sondern aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Zuckerrüben gefertigt.
Die PLA gehören zu den sogenannten biokompatiblen Kunststoffen sind synthetisch und gehören zu den Polyestern. Bei der Herstellung wird Lactid in Polylactid umgewandelt. Durch den Prozess der Polymerisation ist es heute möglich, langgliedrige Molekülketten herzustellen, die vergleichbare Eigenschaften wie die auf Erdölbasis besitzen. In der Regel finden sich diese vermehrt in industriellen Kompostier-Anlagen. Bei PLA selbst gibt es verschiedene chemische Zusammensetzungen. Für den Abbau sind allerdings bestimmte Umstände oder Umwelteinflüsse wichtig und von der Zusammensetzung sowie dem Einsatz von Co-Polymeren abhängig. Co-Polymeren sind Polymere, die aus zwei oder mehr verschiedenartigen Monomer Einheiten zusammengesetzt sind. In industriellen Kompostieranlagen dauert der Abbau nur wenige Monate. In der Natur geschieht der Abbau ebenfalls, dauert wegen der nicht perfekten Bedingungen allerdings einige Zeit länger.
Quellen: Bundesamt für Umwelt, BAFU, Schweiz, Umwelbundesamt, Deutschland